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‚Branchendialog Automobil’ im Business Village Chemnitz

‚Branchendialog Automobil’ im Business Village Chemnitz

Sachsen bereitet sich auf eine erste Welle der Elektromobilität vor, die volumenbedingt sehr stark durch Volkswagen geprägt sein wird und auch erhebliche Herausforderungen für die lokale Zulieferindustrie mit sich bringen wird. Der sächsische Ministerpräsident Michael Kretschmer hatte daher mit Dr. Stefan Sommer einen Konzernvorstand von Volkswagen (seit 1.9.2018 konzernweit verantwortlich für die Ressorts Komponente und Beschaffung) eingeladen, persönlich den Dialog mit Lieferanten und Dienstleistern aus der Region zu suchen.

Vom Zuliefernetzwerk AMZ vorbereitet und durch den Netzwerkmanager Dirk Vogel moderiert, waren am 15. Mai ca. 100 Vertreter aus verschiedenen Unternehmen und Institutionen Sachsens ins Business Village nach Chemnitz gekommen, um bei diesem Dialog dabei zu sein.

In den einleitenden Statements verwiesen

  • Ministerpräsident Kretschmer auf den hohen Stellenwert der Automobilindustrie für die Entwicklung und Zukunft der Region und die Bedeutung der bevorstehenden Herausforderungen,
  • Dr. Stefan Sommer auf die Entschlossenheit von Volkswagen, mit hoher Geschwindigkeit die gesamte Produktpalette des Konzerns zu elektrifizieren sowie Produktion und Wertschöpfungsketten CO2 neutral zu gestalten,
  • Reinhard de Vries (Geschäftsführer Technik und Logistik der Volkswagen Sachsen GmbH) auf den guten Stand der Anlaufvorbereitungen für den ID.3 als erstem Modell der neuen Generation von Elektrofahrzeugen von Volkswagen,
  • und Prof. Dr. Werner Olle (Direktoriumsmitglied des Chemnitz Automotive Institute) auf  Ergebnisse eines laufenden AMZ/CATI-Projektes, die deutlich machen, dass die Zulieferindustrie der Region die bevorstehende Trendwende zur Elektromobilität noch erheblich unterschätzt.

Die anschließende Möglichkeit zum persönlichen Diskurs mit dem VW Konzernvorstand wurde intensiv genutzt. Dabei blieben die Fragen nicht auf den Themenbereich der Elektromobilität begrenzt. Eine ganze Reihe von kritischen Fragen und Anmerkungen zur Vergabepraxis und zum global sourcing von Volkswagen wurde von den Teilnehmern eingebracht und sehr offen und engagiert von Dr. Sommer beantwortet.

Hier war ein Konzernvorstand zu Gast, für den Beschaffung nicht nur Preisverhandlung heißt, sondern nachhaltige Gestaltung von Lieferantenbeziehungen. Dies macht angesichts der bevorstehenden Herausforderungen und Umbrüche in der Automobilindustrie Mut,  in ambitionierter, aber fairer Partnerschaft zwischen Hersteller und Lieferanten Zukunft zu gestalten.

In Summe ein sehr gelungener Dialog, zu dem das Umfeld und Ambiente eines Business Village als Symbol für ‚Co-Working’ vorzüglich passte.

Fotos: AMZ/Alexander Helbych

Ein ausführlicher Bericht zu dieser Veranstaltung findet sich in ‚Autoland Sachsen’
https://www.autoland-sachsen.com/zulieferer-sollen-noch-flexibler-und-nachhaltiger-werden/