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SMWA-Projekt zur automobilen Wertschöpfung der Zukunft

SMWA-Projekt zur automobilen Wertschöpfung der Zukunft

Das Sächsische Ministerium für Wirtschaft und Arbeit (SMWA) hat eine Studie über ‚Aktuelle Entwicklungen und Trends in den Wertschöpfungsprozessen der Automobilzulieferindustrie (Schwerpunkt Sachsen)’ bundesweit ausgeschrieben. Den Zuschlag hat ein Konsortium aus dem Chemnitz Automotive Institute (CATI) und dem Netzwerk Automobilzulieferindustrie Sachsen (AMZ) erhalten.

Um was geht es? Um ein strategisches Projekt zu künftigen automobilen Wertschöpfungsstrukturen, aus dem Handlungsempfehlungen und Modellprojekte entstehen sollen, die in einer Perspektive ‚Sachsen bis 2020’ die regionalen Automobilzulieferer in ihrer Wettbewerbs- und Innovationsfähigkeit unterstützen können. Das Potential in Sachsen ist vorhanden; aber es gilt, auf neue Entwicklungen und Trends zu reagieren.

Bestandsanalyse von betriebswirtschaftlichen und technologischen Daten aus einigen hundert Unternehmen – Bewertung vorhandener und künftig geforderter Anforderungen und Kompetenzen – Umsetzung daraus gewonnener praxisrelevanter Erkenntnisse, so lautet der Dreisprung, den das Projekt zu vollbringen hat. „Bei der Bestandsanalyse und Identifikation von Modellprojekten können wir auf umfängliche Vorarbeiten unseres Netzwerkes aufbauen und eine einmalige Datenbasis einbringen’, so Dirk Vogel, Projektmanager des AMZ und Geschäftsführer des RKW Sachsen.

Das Chemnitz Automotive Institute (CATI) steuert die Analyse und Verbindung von Markt- und Technologietrends bei. ‚Die gemeinsame Herausforderung des Projektes besteht letztlich darin, die heutige Realität in der sächsischen Automobilzulieferindustrie mit kommenden Trends so zu verknüpfen, dass Risiken, aber noch wichtiger Chancen erkennbar werden, auf die Politik und Wirtschaft reagieren können’, so Prof. Werner Olle, Direktoriumsmitglied des Chemnitz Automotive Institute.

Zu erkennen gilt, dass sich nicht nur das Produkt Auto technologisch weiter verändern wird (Materialeffizienz, Antriebstechnologien, Digitalisierung und Vernetzung), sondern zugleich auch die Wertschöpfungsstrukturen bei seiner Herstellung. Da das Auto von heute und auch das von morgen zu 70 – 75 % aus der Wertschöpfung in der Zulieferindustrie entstammt, ist hier der Handlungsbedarf besonders ausgeprägt.